Stellungnahme der MIA e.V.
zur Veranstaltung Nachtfrequenz im September im Attic

Die MIA e.V. möchte hiermit Stellung beziehen zu den vorangegangenen Darstellungen in der Münsterlandzeitung vom 28. sowie 29. Juli 2017.

Die ehrenamtlich geführte Musikerinitiative Ahaus e.V. verfolgt den Plan, jungen Musikern und Musikschaffenden in Ahaus eine Plattform zu bieten. Dafür bietet die MIA verschiedene Wege, wie z.B. Proberäume für Bands oder Auftrittsmöglichkeiten für Newcomerbands. Die Schaffung einer Auftrittsmöglichkeit konnte für den Herbst 2017 ermöglicht werden, indem in Kooperation mit der Stadt Ahaus ein Antrag bei der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit e.V. (LKJ) gestellt wurde. Hierbei war, wie bereits berichtet, das Café Logo als Veranstaltungsort angegeben. Die Kooperation bei der Antragstellung war seitens der LKJ vorgesehen.

Zum Zeitpunkt der Antragstellung im Frühjahr dieses Jahres war nicht abzusehen, dass im Herbst eine Veranstaltung im Logo nicht möglich sein werde. Als nach Zusage von Fördermitteln seitens der LKJ deutlich wurde, dass eine Veranstaltung im Logo nicht möglich sein wird, wurde nochmals Rücksprache mit den Verantwortlichen der Stadt Ahaus gehalten, die bereits im Vorfeld zusagten, diese Veranstaltung mit einer Defizitabdeckung zu unterstützen. Bei der Suche nach Musikakteuren für diese Veranstaltung wurden Musiker angefragt mit der Aussage unsererseits, dass der Veranstaltungsort nun noch nicht klar ist und man sich erst um die Rücksprache mit den Behörden kümmern muss, damit diese Veranstaltung im „Attic“ stattfinden kann. Denn die Ausschüttung von Zuschüssen ist natürlich gebunden an die korrekten Angaben im Antrag. Es gab keine Aussage der Stadt Ahaus, dass die Durchführung der Veranstaltung „Nachtfrequenz“ und die Ausschüttung von städtischen Zuschüssen, deren Höhe zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststeht, in Frage gestellt werden, wenn diese im „Attic“ stattfinden wird. Als die Nachfrage seitens der MIA bei der Stadt Ahaus gestellt wurde, den Veranstaltungsort zu ändern, wurde dieses bejaht. Dass Formulierungen, die im „Alltagsgeschäft“ für uns nicht relevant schienen, nun eine solche Eskalation hervorrufen, hat uns nicht nur an diesem vergangenen Wochenende sehr beschäftigt. Wie bereits erwähnt, führen wir diesen Verein ehrenamtlich und betätigen uns nicht hauptberuflich in diesem Bereich.

Als Gerüchte dieser Art der Kopplung der Zuschüsse an dem Veranstaltungsort aufkamen, hat die MIA das Gespräch mit den Betreibern des Attic gesucht, bei dem dieses Gerücht aufgeklärt wurde. Da bei diesem ganzen Prozess der Besprechung mit der Stadt Ahaus und den Betreibers des Attic verschiedene Personen der MIA involviert waren, mag es bei der Übertragung von Informationen Missverständnisse gegeben haben, die von keiner Seite gewollt oder beabsichtigt waren. Wir bedauern, dass wir hier nicht präziser auf unsere Worte in der gesamten Kommunikation innerhalb dieser Sache geachtet haben. Die Tragweite dieser sprachlichen Formulierung und der Kommunikation überrascht uns selbst.

Es ist schade, dass wir im Vorfeld nicht die Gelegenheit hatten, dazu Stellung zu beziehen, da die der Presse bekannte Kontaktperson wie in unserer Stellungnahme vom Donnerstag (27.07.2017) auch nochmals zusätzlich betont, nicht kontaktiert wurde.

Wir bedauern, dass durch die Veröffentlichungen der Eindruck entstanden ist, dass die Stadt Ahaus eine solche Auflage erteilt hat. Dies ist nicht der Fall.

Wir als Musikerinitiative Ahaus e.V. wünschen uns, dass die Stadt von kultureller Vielfalt lebt, in der alle mit an Bord sind. Dies bezieht Gespräche auf Augenhöhe von allen Akteuren, eindeutige Kommunikation und eins mit ein: Leidenschaft für die Sache an sich! Denn wir wollen eine lebendige Popkultur in Ahaus. Diese kann an verschiedenen Orten stattfinden, natürlich auch im Attic. Wir als MIA e.V. können dazu nur sagen, dass wir seit Jahren ehrenamtlich aktiv sind und alle unsere Veranstaltungen in unserer Freizeit planen, organisieren und durchführen, weil wir für Popkultur brennen.

Wir gehen davon aus, dass diese Angelegenheit von allen Akteuren geklärt werden kann und wir gemeinsam eine Veranstaltung – die Nachtfrequenz17 – im September haben werden.

Eva Vehring (2.Vorsitzende) & Georg Kirschner (1. Vorsitzender)